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Ein Blick über die Grenze nach Brüssel: Das Rijnland Instituut auf der „European Week of Regions and Cities“

Vom 12. bis einschließlich 14. Oktober reiste eine Delegation des Rijnland Instituuts nach Brüssel zur „European Week of Regions and Cities“ (EWRC) 2026. Drei Tage rund um regionale Zusammenarbeit, europäische Finanzierung und den Wert einer beruflichen Bildung, die nicht an der Landesgrenze endet. Die EWRC ist die jährliche Veranstaltung, bei der Regionen, Städte und europäische Institutionen zusammenkommen, um über die Zukunft Europas zu diskutieren. Für das Rijnland Instituut, das sich für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung einsetzt, war dies ein naheliegender Ort, um dabei zu sein.

Montag: ein gemeinsamer Auftakt und unser Netzwerkdinner

Wir eröffneten das Programm mit einer Begrüßung durch Scilla van Cuijlenborg, Senior Policy Advisor beim MBO Raad ( Rat für berufliche Bildung in den Niederlanden). Sie gab eine kurze Einführung in die EWRC und führte die Delegation in die aktuellen europäischen Themen und Entwicklungen ein, die während des Besuchs im Mittelpunkt standen.

Am Abend organisierten wir gemeinsam mit Regio Deal Zuid- en Oost-Drenthe, der Eems-Dollard-Region und Dutch TechZone ein Networking-Dinner. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der neue mehrjährige Finanzrahmen der EU und dessen Bedeutung für Kommunen und Organisationen in der nördlichen niederländisch-deutschen Grenzregion. Die Kommissarin des Königs, Agnes Mulder, eröffnete den Abend mit einem Plädoyer für regionale Zusammenarbeit. Maaike Swart gab uns einen Einblick in die Entwicklungen rund um den neuen mehrjährigen Finanzrahmen. Anschließend befassten sich Scilla van Cuijlenborg, Nathan Ducastel und Stephanie Koch in einer Podiumsdiskussion mit europäischen Finanzierungen, Investitionen und Fördermitteln. An den Tischen gab es anschließend reichlich Gelegenheit, Kontakte zu regionalen, nationalen und internationalen Partnern zu knüpfen.

Dienstag: Was ist ein Abschluss jenseits der Grenze wert?

Am Dienstag nahmen wir am Benelux+ Forum on Vocational Education and Skills teil, bei dem Bildungseinrichtungen, Behörden, Arbeitgeber und europäische Akteure aus den Benelux-Ländern, Deutschland und Frankreich über Arbeitskräftemangel, grenzüberschreitende Mobilität und berufliche Bildung diskutierten.

In einer Podiumsdiskussion ging es um die Frage, wie die Anerkennung von Berufsabschlüssen über die Grenze hinweg ausgeweitet werden kann und was wir dabei von bestehenden Initiativen lernen können. Rini Romme (Projektleiter) und Wolfgang Arens-Fischer (wissenschaftlicher Leiter), beide vom Rijnland Instituut, nahmen neben Theodor Grassos, Marijn van Grunsven und Justin Emontspool an der Diskussion teil. Auch die Bedeutung solcher Instrumente für Arbeitgeber und für den Zugang zum Arbeitsmarkt wurde thematisiert.

Unsere Kernbotschaft: Lernen und Arbeiten im Ausland bringt Berufsschülern viel, doch ohne Anerkennung bleibt diese Erfahrung oft unsichtbar. Eine Ausbildung in einem Land verschafft zudem nicht automatisch Zugang zum Arbeitsmarkt im anderen Land. Das MOVE-certificate ist ein Beispiel dafür, wie es auch anders gehen kann. Das MOVE-certificate (MOdule for Vocational Education) ist eine europäische Initiative, die Lern- und Arbeitserfahrungen im Ausland anerkennt und transparent macht. Ob es sich nun um ein Praktikum, eine ehrenamtliche Tätigkeit oder die Teilnahme an einem Austauschprojekt handelt: Das Zertifikat zeigt, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen in einem internationalen Kontext erworben wurden. Das Rijnland Instituut ist Partner in diesem Projekt, das unter anderem durch den Regio Deal Zuid- en Oost-Drenthe mit ermöglicht wird.

Mittwoch: Innovative und inklusive Mobilität

Am Mittwochvormittag nahmen wir am Programm von Neth-ER, dem MBO-Rat und dem Verband der Fachhochschulen zu innovativen und inklusiven Lösungen für regionale und internationale Mobilität teil. Dabei ging es auch um die Verbindung zwischen europäischer Politik und regionalen Innovationsökosystemen.

Während der Einführung und der Präsentationen stellte Werner ten Kate, Beigeordneter der Gemeinde Hardenberg, das MOVE-certificate als regionales Beispiel vor. Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion mit Fragerunde unter der Leitung von Maarten Offinga, Bürgermeister von Hardenberg.

Was nehmen wir mit?

Talente müssen sich frei bewegen können und anerkannt werden, auch über die Grenze hinweg. Diese Botschaft kam in Brüssel immer wieder zum Ausdruck. Wir nehmen die Gespräche und neuen Kontakte mit zurück in die Region und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern weiter an der Anerkennung grenzüberschreitenden Lernens.