Vom 13. bis einschließlich 16. Oktober war das Rijnland Instituut in Brüssel bei der European Week of Regions and Cities (EWRC) vertreten, der größten jährlichen europäischen Veranstaltung zu den Themen regionale Entwicklung, Innovation und Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Partnern Dutch TechZone, IT Hub und Regio Deal Zuid- en Oost-Drenthe stand die Woche im Zeichen des Wissensaustauschs, der Begegnung und der Stärkung grenzüberschreitender Netzwerke zwischen Bildungseinrichtungen, Behörden und der Wirtschaft.
Am Montagnachmittag führte uns Scilla van Cuijlenborg (MBO Raad) im Rahmen einer kurzen Einführung und zum Auftakt der Europa-Woche durch das Thema. Bei diesem Treffen erörterte sie aktuelle Trends und Entwicklungen in Europa: Was spielt derzeit im Bereich der Geopolitik eine Rolle, worauf setzt Europa, welche Themen stehen im Mittelpunkt und welche Bedeutung haben diese Entwicklungen für das Bildungswesen?
Am Montagabend fand das vom Rijnland Instituut, IT Hub, Dutch TechZone und dem Regio Deal Zuid- und Oost-Drenthe organisierte Netzwerkdinner „Gemeinsam stark in der Region!“ statt. Erwin Hoogland, Mitglied der Provinzregierung von Overijssel, eröffnete den Abend mit einem Plädoyer für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen Provinzen. Pieter Faber, Vertreter der vier größten Städte der Nordniederlande in Brüssel (NG4), gab einen Einblick in die Brüsseler Lobbyarbeit. Er zeigte auf, wie die regionale Zusammenarbeit zwischen Drenthe, Overijssel und den Nordniederlanden in europäische Chancen umgesetzt wird. Der Abend bot viel Raum für Begegnungen und den Austausch von Ideen zwischen Verwaltungsbeamten, politischen Entscheidungsträgern und Bildungseinrichtungen. So wurde erneut deutlich, dass Süd- und Ost-Drenthe gemeinsam mit Overijssel eine starke, innovative Region bilden, die grenzüberschreitend denkt und handelt.
Am Dienstagnachmittag fand das MOVE side Event im „La Maison du Cygne“ am Grand Place in Brüssel statt. Das Rijnland Instituut organisierte diese Veranstaltung gemeinsam mit Partnern im Rahmen des MOVE-certificate Projekts, das sich auf die Entwicklung des MOVE-certificate konzentriert. Eines Zertifikats, das aufzeigt, welche zusätzlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen Studierende und Berufstätige in berufsbildenden und Fachhochschulstudiengängen erwerben. Hierdurch sind die Studierenden besser auf eine berufliche Tätigkeit in den Niederlanden und in Deutschland vorbereitet. Bürgermeister Maarten Offinga (Gemeinde Hardenberg) eröffnete die Veranstaltung mit einer treffenden Metapher zur Zusammenarbeit, die er anhand von LEGO-Steinen veranschaulichte: „𝑶𝒃 𝒎𝒂𝒏 𝒏𝒖𝒏 𝒂𝒖𝒔 𝒅𝒆𝒏 𝑵𝒊𝒆𝒅𝒆𝒓𝒍𝒂𝒏𝒅𝒆𝒏 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝒂𝒖𝒔 𝑫𝒆𝒖𝒕𝒔𝒄𝒉𝒍𝒂𝒏𝒅 𝒌𝒐𝒎𝒎𝒕, 𝒃𝒂𝒖𝒆𝒏 𝒕𝒖𝒕 𝒎𝒂𝒏 𝒈𝒆𝒎𝒆𝒊𝒏𝒔𝒂𝒎. 𝑫𝒂𝒔 𝒈𝒊𝒍𝒕 𝒇ü𝒓 𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓 𝒎𝒊𝒕 𝑳𝑬𝑮𝑶, 𝒂𝒃𝒆𝒓 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒇ü𝒓 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆 𝑺𝒕𝒖𝒅𝒊𝒆𝒓𝒆𝒏𝒅𝒆𝒏 𝒖𝒏𝒅 𝑩𝒊𝒍𝒅𝒖𝒏𝒈𝒔𝒆𝒊𝒏𝒓𝒊𝒄𝒉𝒕𝒖𝒏𝒈𝒆𝒏.“ Anschließend folgten Stellungnahmen von Brigitte van den Berg (Europäisches Parlament) und Charlotte Venema (Benelux), gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit Erwin Hoogland als Vertreter der Provinz Overijssel. Die von Vincent ten Voorde (EDR) moderierte Diskussion befasste sich mit der Frage, wie grenzüberschreitende Projekte wie MOVE zur Entwicklung der Studierenden und zur Stärkung des regionalen Arbeitsmarktes beitragen.
Am Mittwoch beendete das Rijnland Instituut die Woche im Rahmen der Neth-ER-Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem MBO Raad und dem Verband der Fachhochschulen organisiert wurde. Diese Sitzung mit dem Titel „The European Impact of Regional Innovation Ecosystems“ befasste sich mit der Rolle der beruflichen Bildung und der Hochschulbildung bei der regionalen Innovation. Prof. Dr. Wolfgang Arens-Fischer (Hochschule Osnabrück) nahm im Namen des Rijnland Instituuts an der Podiumsdiskussion teil und erläuterte, wie kleine Kooperationen zwischen beruflicher Bildung und Fachhochschulen sowie über Landesgrenzen hinweg große Auswirkungen auf europäische Innovationsökosysteme haben können.
Mit seinen Aktivitäten in Brüssel unterstreicht das Rijnland Instituut seine Rolle als Vermittler im Rahmen der euregionalen Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Behörden und der Wirtschaft. Durch die aktive Teilnahme an europäischen Programmen und Veranstaltungen wie dem EWRC trägt das Institut zum Wissensaustausch, zum Aufbau von Netzwerken und zur nachhaltigen Entwicklung in der Region bei. „𝑫𝒊𝒆 𝒁𝒖𝒌𝒖𝒏𝒇𝒕 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆𝒓 𝑹𝒆𝒈𝒊𝒐𝒏 𝒍𝒊𝒆𝒈𝒕 𝒊𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝒁𝒖𝒔𝒂𝒎𝒎𝒆𝒏𝒂𝒓𝒃𝒆𝒊𝒕 ü𝒃𝒆𝒓 𝑩𝒓𝒂𝒏𝒄𝒉𝒆𝒏, 𝑷𝒓𝒐𝒗𝒊𝒏𝒛𝒆𝒏 𝒖𝒏𝒅 𝑮𝒓𝒆𝒏𝒛𝒆𝒏 𝒉𝒊𝒏𝒘𝒆𝒈. 𝑰𝒏 𝑩𝒓ü𝒔𝒔𝒆𝒍 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 𝒘𝒊𝒓 𝒈𝒆𝒛𝒆𝒊𝒈𝒕, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝑺ü𝒅- 𝒖𝒏𝒅 𝑶𝒔𝒕-𝑫𝒓𝒆𝒏𝒕𝒉𝒆 𝒈𝒆𝒎𝒆𝒊𝒏𝒔𝒂𝒎 𝒎𝒊𝒕 𝑶𝒗𝒆𝒓𝒊𝒋𝒔𝒔𝒆𝒍 𝒖𝒏𝒅 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆𝒏 𝒅𝒆𝒖𝒕𝒔𝒄𝒉𝒆𝒏 𝑷𝒂𝒓𝒕𝒏𝒆𝒓𝒏 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒂𝒎 𝑹𝒂𝒏𝒅𝒆 𝒔𝒕𝒆𝒉𝒆𝒏, 𝒔𝒐𝒏𝒅𝒆𝒓𝒏 𝒂𝒌𝒕𝒊𝒗 𝒛𝒖 𝒅𝒆𝒏 𝒆𝒖𝒓𝒐𝒑ä𝒊𝒔𝒄𝒉𝒆𝒏 𝑾𝒂𝒏𝒅𝒍𝒖𝒏𝒈𝒔𝒑𝒓𝒐𝒛𝒆𝒔𝒔𝒆𝒏 𝒃𝒆𝒊𝒕𝒓𝒂𝒈𝒆𝒏“, 𝒔𝒐 𝒅𝒂𝒔 𝑹𝒊𝒋𝒏𝒍𝒂𝒏𝒅 𝑰𝒏𝒔𝒕𝒊𝒕𝒖𝒖𝒕.
Die Europäische Woche der Regionen und Städte ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, die von der Europäischen Kommission und dem Ausschuss der Regionen organisiert wird. Sie bringt Tausende von Verwaltungsbeamten, politischen Entscheidungsträgern, Forschern und Vertretern von Regionen und Städten zusammen, um über regionale Entwicklung, Innovation, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union zu diskutieren.